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Handytarif – Welche Kriterien für den Vergleich und Abschluss sind wichtig


Handytarif – Welche Kriterien für den Vergleich und Abschluss sind wichtig –  Die Frage, welcher Handytarif am besten ist, wird häufig gestellt. Allerdings lässt sie sich nicht pauschal beantworten, sondern hängt vom individuellen Verhalten ab. Im nachfolgenden Artikel werden die wichtigsten Kriterien vorgestellt, welche bei einem Vertragsabschluss wichtig sind.

Telefonierverhalten

Dabei wird zwischen Wenigtelefonierer (ca. 50 Minuten pro Monat), moderaten Telefoniertyp (zwischen 100 und 300 Minuten) und Vieltelefonierer (mehr als 300 Minuten) unterschieden. Wenigtelefonierern reicht ein Handytarif mit Inklusiveinheiten oder  ein Prepaid-Tarif. Bei einer monatlichen Gesprächsdauer von über 300 Minuten, ist eine Allnet-Flat der passende Tarif. Für den moderaten Telefoniertyp ist die Empfehlung nicht so eindeutig, da sollte man die bisherigen Handyrechnungen zu Hilfe nehmen. Wenn die Tendenz eher zu circa 100 Minuten geht, dann ist auch dort ein Tarif mit Inklusivminuten die bessere Wahl. Geht die Tendenz indes Richtung 300 Minuten, ist eine Allnet-Flat sinnvoller.

Surfverhalten

Wer nur sehr selten mit seinem Mobilfunkgerät im Internet surft, kann entweder auf eine Prepaid-Tarif mit Datenvolumen zurückgreifen oder einen Handytarif mit Inklusveinheiten zwischen 200 bis 500 Megabyte wählen. Dieses Datenvolumen wird dennoch sehr schnell erreicht, die nächsthöhere Stufe wäre dann ein Handyvertrag mit einem Datenvolumen zwischen 1 bis 3 Gigabyte. Bei einem moderaten Surfverhalten reicht diese Stufe allemal. Wenn man jedoch sehr viel im mobilen Internet unterwegs ist und auf schnelles Internet setzt, ist man mit LTE-Flats oder Handytarifen mit sehr hohen Datenvolumen gut beraten. Mittlerweile gibt es Handytarife mit über 30 Gigabyte, damit kann man dann auch seine Lieblingsserien als Stream anschauen. Jedoch sind diese Tarife natürlich entsprechend teuer, hier gilt einmal mehr das persönliche Surfverhalten vorher zu analysieren. Ein Tarifwechsel in eine höhere Preisklasse geht meist relativ zügig, der umgekehrte Weg  funktioniert jedoch nur sehr selten. Es wäre ärgerlich, wenn man beispielsweise für 10 Gigabyte im Monat zahlt, aber nur 1 Gigabyte benötigt.

SMS

Mittlerweile haben WhatsApp oder Facebook Messenger die SMS verdrängt. Nichtsdestotrotz gibt es weiterhin viele die auf eine SMS setzen, wobei dabei SMS-Inklusiveinheiten ausreichen sollten. Mittlerweile haben jedoch viele Allnet-Flats bereits eine SMS-Flat integriert. Wer jedoch mehr auf WhatsApp und Co setzt, sollte entsprechend das Augenmerk auf mehr Datenenvolumen richten.

Vertragslaufzeit

Die meisten Handyverträge haben eine Laufzeit von 24 Monaten, wenn man diese nicht rechtzeitig kündigt verlängert sich der Vertrag meist um eine weiteres Jahr. Es gibt inzwischen auch monatlich kündbare Handyverträge, diese sind indes etwas teurer als die 24-Monatsvariante. Damit ist man flexibler und kann seinen Vertrag jederzeit kündigen und wechseln. Wer beispielsweise in einem halben Jahr einen längeren Auslandsaufenthalt plant, kann mit der Monatsvariante die Zeit bis dahin überbrücken. Es macht indes wenig Sinn einen monatlich kündbaren Vertrag abzuschießen und dann trotzdem 24 Monate dabei zu bleiben, dann wäre der Zweijahresvertrag günstiger.

Datenautomatik

Diverse Anbieter verankern in ihren Tarifen eine Datenautomatik. Dabei wird nach Verbrauch des monatlichen Datenvolumens  automatisch und kostenpflichtig weiteres Volumen gebucht. Überdies kann man die Datenauto nicht bei allen Anbietern abschalten. Demzufolge ist es wichtig seinen Datenverbrauch im Auge zu behalten, bei einigen Mobilfunkgeräten kann man die Datennutzung auch selbst begrenzen. Dort kann man einen Grenzwert festlegen, ab da die mobilen Daten ausgeschaltet werden. Die Datennutzung ist alles in allem nicht sehr kundenfreundlich, denn ohne Datenautomatik würde man nach Verbrauch des Datenvolumens zwar gedrosselt aber dennoch ohne weitere Kosten weitersurfen können.

Welches Netz?

Als bestes Netz gilt das D1-Netz der Telekom, hinsichtlich der Netzabdeckung und der Verfügbarkeit von Telefon und Internet ist es erste Wahl. Obgleich die Tarife auch meist recht teuer sind. Etwas günstiger ist das D2-Netz von Vodafone, in Großstädten und Metropolregionen ist kaum ein Unterschied zwischen dem D1-Netz bemerkbar. Aber im ländlichen Raum kann die Netzabdeckung und auch die Geschwindigkeit des Internets langsamer sein. Deutlich preiswerter wird es im Netz von O2 und E-Plus, allerdings kann es gelegentlich zu Schwierigkeiten mit Empfang, Geschwindigkeit und Verfügbarkeit des mobilen Internets kommen. Zudem ist die oben genannte Kostenfalle Datenautomatik in diesem Netz häufig zu finden.

Smartphone?

Zu guter Letzt stellt sich noch die Frage, ob es ein Vertrag mit einem Smartphone oder iPhone sein soll. Damit erhöht sich selbstredend die monatliche Gebühr. Im Sinne der Nachhaltigkeit macht ein neues Smartphone oder iPhone nur Sinn, wenn das alte nicht mehr gebrauchsfähig ist. Wer hingegen bisher kein Smartphone besitzt, für den ist ein Smartphone-Bundle interessant. Zumal es nicht unbedingt die teuerste Neuerscheinung sein muss,  denn bei „älteren“ Modellen ist die Zuzahlung meist moderater.

Fazit

Wie eingangs erwähnt gibt es keine pauschale Antwort bezüglich des besten Tarifs. Dies hängt mit den persönlichen Telefonier- und Surfverhalten ab. Wer jedoch die obigen Kriterien für sich selbst anwendet und die Ergebnisse in eine Tarifvergleichsrechner eingibt, sollte eine passenden Vertrag für sich finden.


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