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Mit dem Kauf der Handysparte von Motorola Mobility für umgerechnet 8,8 Milliarden Euro möchte sich der Internetriese Google die 17.000 Patente und 7.500 Patenanmeldungen sichern und damit das Betriebssystem Android ausbauen und konkurrenzfähiger machen.
Das freie Betriebssystem wird an Handy-Hersteller verschenkt und erobert damit den Markt im Sturm. Mittlerweile laufen 43% der Smartphones, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind, mit der Google-Plattform.
Durch die Übernahme von Motorola wird überall in der Welt diskutiert, was Google mit dem Handykonzern vor hat. Mittlerweile gibt es unterschiedliche Theorien, die gegen das Patentportfolio als Grund für den Kauf sprechen.
Ein Theorie über den Kauf von Motorola Mobility kommt von Rebecca Lynn von Morgenthaler Ventures. Sie ist der Meinung, dass schon bald kostenlose Smartphones von Motorola auf den Markt kommen werden.
Da die Android-Partner darin frei sind, was sie auf den Geräten mit dem Android-Betriebssystem anbieten, hat Google keinen Einfluss darauf was die Kunden mit ihren Smartphones bekommen. Vor allen Dingen kostenlose Services von Google, die die meisten Informationen über die Kunden bringen, wie beispielsweise das Google Wallet werden bei den Android-Smartphones meist nicht mitgeliefert. Der Internetriese stellt immer wieder kostenlose Services zur Verfügung, um dann mit Werbung zu verdienen.
Nun möchte Google mit eigenen Smartphones seine Konkurrenzfähigkeit ausbauen. Rebecca Lynn vertritt die Meinung, dass Google seine eigenen, kostenlosen Services vollständig in die Smartphones integrieren wird, um damit alle wichtigen Daten über ihre Kunden zu erhalten und damit auf die Kundenwünsche abgestimmte Werbung anzubieten.
Auf Grund dessen wird auch darüber spekuliert, dass Google auf Apples Strategie umstellen wird und das Android-Betriebssystem exklusiv auf den eigenen Smartphones installieren wird. Laut Piper-Jaffray-Analyst Gene Munster könnte der Internetriese damit seinen operativen Gewinn um 32% steigern und im Jahr 2015 56 Milliarden US-Dollar Umsatz machen. Würde Google im Jahr 2013 auf die Strategie umstellen, ginge aber der Marktanteil schlagartig von 43 auf 15 Prozent zurück, so Gene Munster.
Page, der seit April 2011 an der Spitze des Unternehmens ist, versicherte jedoch, dass Android trotzdem eine offen Plattform bleibe und somit auch weiterhin den Partner wie HTC und Samsung zugänglich bleibt.
Auch Gene Munster glaubt daher nicht, dass Google auf die Android-Exklusivität umstellen wird. Der Analyst hält es nicht einmal für wahrscheinlich, dass Google überhaupt eigene Smartphones herstellen möchte. Stattdessen vertritt er die Meinung, dass sich das Unternehmen einfach die Motorola-Patente sichern und das Geschäft von Motorola Mobility dann wieder weiterverkaufen könnte.
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