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Das brandneue Smartphone in den Läden weltweit könnte demnächst aus Jena stammen – zumindest in Teilen. Denn Schott, Jenas bekannter Glashersteller, produziert ultrahartes, berührungsempfindliches Glas, das zu Deckgläsern für moderne Handys verarbeitet wird. Damit steigt Schott in den wachsenden Markt der Smartphones und Tablets ein.
„Basierend auf unserer mehr als 125-jährigen Erfahrung in der Glasentwicklung und -herstellung sowie deutschem Ingenieurs-Know-how ist es uns gelungen, ein ultrahartes Spezialglas auf den Markt zu bringen, das die derzeitig verfügbaren Lösungen überbietet – durch höhere Festigkeit und geringere Verarbeitungszeiten im Standardprozess“, betont Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG. „Wir haben ein eigenes Kompetenzfeld ‚Cover & Touch’ etabliert, in dem SCHOTT Experten weltweit zusammenarbeiten, um diese Gläser kontinuierlich zu verbessern und an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Der SCHOTT Vorstand misst dieser Produktgruppe höchste Priorität zu.“
Noch ist die Anzahl der Hersteller solcher Gläser überschaubar, der Bedarf an solch bruchsicheren Spezialgläsern dafür umso höher. Deshalb prognostiziert man bei Schott, dass mit dem neuen Produkt ein Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe zu erzielen sei. Für die Herstellung wurde eine bereits vorhandene Fertigungslinie umgebaut, mit der bisher Gläser für den Bau von Flugzeugen produziert wurde. Mit der neuen Fertigungslinie kann die Verarbeitungszeit im Gegensatz zu anderen Unternehmen um rund 30 Prozent gesenkt werden, dabei sollen die Gläser sogar noch um bis zu 20 Prozent härter werden als die der Konkurrenz.
Die Massenproduktion soll voraussichtlich im Jahr 2012 aufgenommen werden. Schott-Vorstand Udo Ungeheuer gibt sich zuversichtlich und lobt Jena und Deutschland als wirtschaftlichen Standort: Das neue Schott-Glas sei ein “Paradebeispiel, dass es sich heute immer noch lohnt, in Deutschland zu entwickeln und zu produzieren”.
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