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Es ist durchaus Möglich, das Handynutzer in der nächsten Zeit eine weitere neue Abkürzung lernen müssen. RCS-e steht für Rich Communication Suite enhanced und wird derzeit von den Netzbetreibern Telekom, Vodafone und O2 als eine der großen Chancen betrachtet, den Bereich der Kurzmitteilungen gegen bekannte Dienste wie Skype, ICQ oder whatsapp zu verteidigen.
RCS-e ermöglich dabei, direkt zwischen Handys Nachrichten oder auch andere Datenformate auszutauschen. Ähnlich wie bei den bekannten Instand-Messengern kann man auf diese Weise direkt chatten ohne SMS versenden zu müssen. Es besteht auch die Möglichkeit, Videochats aufzubauen. Die neue Technik soll direkt in die Handys eingebaut werden. Dann kann man aus dem Telefonbuch heraus Gespräche per RCS-e führen und sieht auch direkt welcher Empfänger RCS-e unterstützt.
SMS waren lange zeit ein sehr gewinnträchtiges Geschäft für die Netzbetreiber gewesen. Die FAZ schrieb zur Stellung der SMS in den Gewinn- und Verlustrechnungen der Unternehmen:
” … Der typische Handynutzer verschickt 30 bis 50 SMS im Monat, und die Mobilfunkanbieter erzielen bis zu 15 Prozent ihrer Einnahmen mit einem Dienst, der sie selbst so gut wie nichts kostet. SMS sind für die Netzbetreiber eine Gelddruckmaschine. …”
Diese Gelddruckmaschine war allerdings in Gefahr. Instant Messenger Dienste werden zunehmend populärer, weil sie Kommunikation weitgehend kostenlos erlauben, während bei SMS für jede Mitteilung bezahlt werden muss. Dazu können moderne Instant Messenger auch nicht nur Text übertragen sondern auch Bilder und Sounds, die Möglichkeiten der Kommunikation sind also deutlich vielfältiger. Bislang sperrten viele Netzbetreiber solche Dienste per AGB, auch wenn es kaum die Chance gab die Nutzung wirklich zu verhindern.
RCS-e bietet nun die Möglichkeit, Kunden direkt auf den Handys neue Kommunikationsformen zu erlauben und so neue Einnahmequellen zu erschließen.
Ob die Rechnung aufgehen wird, ist aber noch offen. Die SMS waren seinerzeit eine echte Neuerung, RCS-e dagegen ist ein bestehendes System das nur kostenpflichtig eingeführt wird. Es kann also auch sein, dass die Abkürzung bald wieder vom Markt verschwinden wird.
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