Schlusslicht E-Plus beginnt mit LTE-Tests

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Während die Telekom, Vodafone und O2 schon die ersten LTE-Tarife im Angebot haben und passende Hardware betreiben, hinkte E-Plus lange hinterher. Nun tut sich aber was: Gemeinsam mit Ericsson hat E-Plus in Bonn mit Tests begonnen, die das Zusammenspiel verschiedener Hardwarekomponenten überprüfen sollen. Ericsson stellt dafür RBS-6000-Multistandard-Basisstationen bereit, über die LTE laufen kann. Getestet wird dabei gleich in mehreren Frequenzbereichen wie 1800, 2100 und 2600 MHz.

Den verzögerten Start in den neuen Mobilfunkstandard begründet man bei E-Plus mit mangelnder Markttauglichkeit und zu großer Störanfälligkeit. „Wie bei neuen Technologien nicht unüblich, gilt es in der Anfangsphase noch, technische Herausforderungen zu meistern – das sieht man auch an Medienberichterstattungen zu Störungen und Abbrüchen bei anderen Betreibern aus den vergangenen Monaten. Auch sind Endgerätepreise und -auswahl noch nicht für den Massenmarkt geeignet“, erläutert Rafal Markiewicz, Chief Technology Officer der E-Plus Gruppe. Nun will E-Plus die entstandene Lücke aber offenbar schließen. Der Netzbetreiber hat bereits seit letztem Jahr begonnen, neue oder defekte Basisstationen direkt LTE-tauglich zu machen.

Bei Huawei schlägt man dafür einen ganz anderen Weg ein: Dort wird aktuell die Möglichkeit getestet, Basisstationen zu nutzen, die GSM-, UMTS- und WLAN-Verbindungen gleichzeitig anbieten und ein automatisches Einloggen ermöglichen, ohne dass ein Nutzer ein WLAN-Passwort angeben muss. So kann die Übertragungstechnik bei überlasteten Netzen gewechselt werden, um die Belastung besser zu verteilen. In der chinesischen Großstadt Chengdu wird diese Technik bereits eingesetzt.

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