Wie funktioniert die Rufnummernmitnahme

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Jeder Telefonkunde hat mittlerweile ein Anrecht auf seine Rufnummer. Dies ist gesetzlich im Paragraph 46 des Telekommunikationsgesetzes geregelt:

Betreiber öffentlich zugänglicher Telefonnetze haben in ihren Netzen sicherzustellen, dass Teilnehmer ihre Rufnummer unabhängig von dem Unternehmen, das den Telefondienst erbringt, […] beibehalten könne

Das heißt, dass Telekommunikationsunternehmen die alten Rufnummern freigeben müssen. Dafür darf eine Gebühr von maximal 30.72 Euro verlangt werden, in der Regel werden für die Freigabe der Rufnummer etwa um die 25 Euro fällig.

Allerdings bieten nicht alle Anbieter an, eine fremde Nummer mitzubringen. Insbesondere im Prepaid-Bereich gibt es eine ganze Reihe von Anbietern, die dies leider nicht ermöglichen.

Anbieter die keine eingehende Portierung ermöglichen: (nicht vollständig)

Ablauf:

Damit eine Rufnummer portiert werden kann muss der Vertrag beim alten Anbieter gekündigt werden. Eine solche Kündigung ist auch bei Prepaidkarten notwendig, teilweise reicht hier aber auch eine Verzichtserklärung. Danach kann beim neuen Anbieter die Übernahme der Rufnummer beantragt werden. Danach kümmert sich der neue Anbieter um alles weitere und setzt sich auch mit dem alten Anbieter in Verbindung um die technischen Details zu klären. Als Kunde muss man ab diesem Zeitpunkt nichts mehr machen.

Die Portierung kann frühstens 4 Monate (123 Tage) vor und maximal 30 Tage nach Ende des alten Vertrages beantragt werden. Es ist dabei besser, die Portierung schon frühzeitig zu beantragen um eventuellen Problemen aus dem Weg zu gehen.

Nach Ende des alten Vertrages wird die Nummer dann auf den neuen Vertrag geschaltet. Die Zeit in der die Rufnummer nicht erreichbar ist beträgt dabei in der Regel nur wenige Stunden, meist wird die Portierung in der Nacht durchgeführt so dass der Kunde vom Wechseln nichts bemerkt.

Probleme:

Probleme bei der Mitnahme der alten Rufnummer gibt es, wenn die Daten beim neuen Anbieter nicht mit denen des nalten Anbieters übereinstimmen. Eine geänderte Adresse oder eine Namensänderung die noch nicht beim alten Anbieter hinterlegt ist kann dafür sorgen, dass der Portierungsantrag nicht korrekt zugeordnet werden kann. Vor einer Portierung sollten daher die Daten beim alten Anbieter auf den neusten Stand gebracht werden.

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